SPD kritisiert Verunstaltung am Sudelfeld

04. August 2017

Zur Begehung am Sudelfeld könnt ihr die gemeinsame Pressemitteilung des Umweltexperten der SPD-Landtagsfraktion, Florian von Brunn, und mir lesen:

Forderung nach nachhaltigem Ganzjahres-Tourismus in den bayerischen Alpen – ohne Schneekanonen!

Der Blick auf das Sudelfeld vom Parkplatz Grafenherberge in Oberaudorf zeigte an diesem sonnigen Tag im August 2017 keine alpenländische Idylle, sondern war versperrt von Baufahrzeugen und einem langen Kran. Die Delegation um den Umweltexperten der SPD-Landtagsfraktion, Florian von Brunn, mit SPD-Bundestagskandidaten Abuzar Erdogan und Vertretern des Deutschen Alpenvereins (DAV), CIPRA Deutschland E. V, sowie dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern, konnte sich bei ihrer Begehung rund um die Grafenherberge von den einschneidenden Maßnahmen um den Bau eines neuen Skilifts und den dazugehörenden Schneekanonen überzeugen. Die Frage, wie es künftig im Zeichen des Klimawandels mit dem Betrieb der Schneekanonen weiter gehe, beschäftigte Abuzar Erdogan: „Noch werden keine chemischen Zusätze den Schneekanonen in Bayern beigemengt, aber wer garantiert, dass dies auch in Zukunft nicht nötig sein wird?“

Begehung Sudelfeld

„Der Klimawandel und der immense Freizeitdruck verlangen nach einem umweltfreundlichen und nachhaltigen Ganzjahres -Alpentourismus in Bayern“, mahnte der SPD-Landtagsabgeordnete von Brunn. Die lokale Bevölkerung, die ihre Arbeitsplätze im Tourismus hätte, dürfte hierbei nicht vergessen, sondern müsste miteinbezogen werden, so Brunn.

Der Umweltexperte erläuterte zudem, dass von ursprünglich 57 Skigebieten nur noch 46 bestünden. „Aber leider hat die CSU-Staatsregierung die Zeichen der Zeit immer noch nicht erkannt und fördert mit Steuermillionen den Bau von Schneekanonen. Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind für die CSU und ihre Abgeordneten leider Fremdwörter“, kritisierte von Brunn.

Für den SPD-Bundestagskandidaten Abuzar Erdogan stellt sich zudem die Frage, ob der Flächenfraß an der Natur dem tatsächlichen Gewinn für die Betreiber gerecht werde und welche Möglichkeiten die Verbände sähen, weiteren Schaden an der Natur am Sudelfeld fernzuhalten.

Begehung Sudelfeld I

Die Vertreter aus Politik und den anwesenden Verbänden waren sich jedoch dahingehend einig, dass das Sudelfeld nur noch als mahnendes Beispiel für künftige Vorhaben der Tourismusindustrie gelten würde und man daraus seine Lehren ziehen müsse. Der Schritt zurück zur Renaturalisierung sei hier wohl nicht mehr möglich.

Abschließend zeigten sich die Anwesenden überzeugt, dass für die künftige Umorientierung in den nachhaltigen Ganzjahres-Tourismus der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs unabdingbar sei.

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